Juni 2013
Facebook …
… ist toll. Egal, von welchem Standpunkt aus betrachtet. Kommt nämlich nur darauf an, in welchem Sinne man das Wörtchen toll gebraucht, ob man damit »klasse!« oder »spitze!« ausdrücken will, oder eher »irr(sinnig)!« meint und sich beim Besuch und Durchklicken dieser Plattform gar im »Tollhaus« wähnt.
Hier kommen alle Typen und kommt jedes Thema vor, Facebook ist ein Paradies der Vorgaukler, ein Rummel- und Tummelplatz der Eitelkeiten verschiedenster Beweggründe. Hier spiegelt sich aber auch zum großen Teil die Gesellschaft in realiter – mal staunenswert und zum Nachdenken anregend, mal grotesk und viel zu oft zum Grausen. Hier wird die Welt verbessert und vermarkten sich angeprangerte Unternehmen; hier postet der Abgeordnete XY und wird seine vermutete Beteiligung an der x-ten Verschwörung entblößt. Die Liste ist beliebig erweiterbar, alles nur denkbare wird gedacht und auch geposted. Auf Teufel komm' raus.
Facebook ist gut und Facebook ist schlecht, ja manchmal sogar böse. Facebook ist demokratisch und wird von Anti-Demokraten missbraucht. Facebook gibt (wie der Dienst Twitter) all jenen eine Stimme, die sonst nicht gehört würden – wenn sie es denn schaffen, das Tosen und Rauschen der gigantischen Mengen des gleichzeitig transportierten übrigen belanglosen Geplappers auch zu durchdringen.
Facebook ist ein an Gewinn und am Aktionärswohl ausgerichtetes Unternehmen, das gerne möglichst viele Nutzerdaten sammelt und verkauft. An Facebook kommt keiner mehr vorbei, Facebook ist eine Macht.
Facebook ist toll! Aber ist es wirklich sozial? Sind alle, die nicht »bei Facebook« sind, dann automatisch Asoziale?
Christoph Spanier, Webmaster der eXperimenta
Die neue Ausgabe der eXperimenta gibt es erstmals in zwei Formaten zum Download, nämlich als Ausgabe mit Aufteilung in Einzelseiten im (Druck-)Format DIN A4 und als Ausgabe mit Doppelseiten im (Druck-)Format DIN A3. Mit letzterem soll verhindert werden, dass Fotos, die sich über eine Doppelseite erstrecken, zerschnitten wirken. Ob dies wirklich nötig ist, wird derzeit diskutiert. Schließlich lassen sich auch Einzelseiten im PDF-Reader über die Anzeigeeinstellungen als Doppelseiten darstellen.
Aber was meinen Sie dazu? Schreiben Sie uns an redaktion@experimenta.de!
Download der aktuellen Ausgabe (Einzelseiten)
Download der aktuellen Ausgabe (Doppelseiten)
Sonderausgabe 2 …
… zur Ausstellung »Tag und Nacht« mit Bildern von Emilio Giossi und Lyrik von Luise Hepp in Urbino, Teatro La Vela-Colle dei Cappuccini, Juli 2012 in Florenz, Bibliothek der Fakultät für Geisteswissenschaften und Philosophie der Universität Florenz, September 2012
Edizione speciale sulla mostra »Il Giorno e la Notte« con pitture di Emilio Giossi e testi poetici di Luise Hepp Urbino, Teatro La Vela-Colle dei Cappuccini, luglio 2012 Firenze, Biblioteca della Facoltà di Lettere e Filosofia dell‘Università di Firenze, settembre 2012
Download der Sonderausgabe 2
Eine Bitte der eXperimenta Herausgeber
Wir sind Idealisten …
… aber wir sind nicht verrückt, weil wir die eXperimenta umsonst machen, sondern wir sind Menschen, die gerne Autor(inn)en und Künstler(inne)n eine Plattform geben wollen, um mit ihren Beiträgen eine breite Öffentlichkeit zu erreichen. Das ist uns gelungen. Mit mehr als 15.000 Abonent(inn)en erreichen wir Leser(innen) in der ganzen Welt. Nicht nur das: Wir sind auch auf verschiedenen Websites im Netz vertreten, von wo aus die eXperimenta ebenfalls abgerufen werden kann.
Wir sind kein kommerzielles Unternehmen sondern mit unserer eXperimenta in einem gemeinnützigen Verein, dem ID Netzwerk für alternative Medien- und Kulturarbeit, integriert. Deswegen schalten wir auch keine Anzeigen und erheben auch keine Abonnent(inn)engebühr.
Wir würden uns aber trotzdem über eine Spende von Ihnen freuen. Gerne auch kleine Beträge! Auf Wunsch stellen wir Ihnen eine Spendenquittung aus, die Sie beim Finanzamt absetzen können. Oder möchten Sie ein Sponsoring übernehmen? In einem persönlichen Gespräch beraten wir Sie gerne über diese Möglichkeit.
Helfen Sie mit, die eXperimenta weiterzuführen und auszubauen. Wir haben noch sehr viele Ideen, die wir in der eXperimenta gerne verwirklichen möchten. Sie können mit Ihrem Spendenbeitrag dazu beitragen!
Mit herzlichen Grüßen
Rüdiger Heins und Luise Hepp